Lebenshilfe Braunschweig
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22.01.2018

Budget für Arbeit III: Infoblock

„Es müssen Begegnungen ermöglicht werden, dann entsteht Energie.“

Vielfältige Begegnungen ermöglichen… daraus Erfahrungen sammeln und Perspektiven schaffen. Das ist (ein) Auftrag, den sich der Fachdienst Betriebliche Integration der Lebenshilfe Braunschweig auf die Fahne geschrieben hat. Seit vielen Jahren gelingt dies erfolgreich bei Kontakten mit aufgeschlossenen Braunschweiger Unternehmern und deren engagierten Mitarbeitenden. Viele arbeiten nun mit Kollegen und Kolleginnen zusammen, die zuvor in einer unserer 6 Werkstätten gearbeitet haben und dort qualifiziert worden sind.

Das geht gut mit so viel Unterstützung wie nötig durch qualifizierte Jobcoachs. Aber - und das soll hier Thema sein - auch durch finanzielle Hilfen an Betriebe. Hier hat sich etwas Erfreuliches getan: Das sogenannte „Budget für Arbeit“ bietet jetzt deutliche attraktive Lohnsubventionen für Arbeitgeber die einen beeinträchtigten Mitarbeiter einer Werkstatt für behinderte Menschen anstellen (siehe Infoblock).

Seit Juli 2017 gelten die neuen Regelungen in Niedersachsen, seit Januar bundesweit. Allein in diesem Halbjahr ist es uns gelungen, mehrere Arbeitsplätze für interessierte und geeignete Mitarbeiter ins E-Center BraWoPark, in die Verwaltung des Braunschweiger Klinikums und in die Firma ID Logistics in Salzgitter zu vermitteln.

Auch zuvor schon konnten Braunschweiger Firmen auf die Lebenshilfe-Kompetenz der Fachkräfte im Vermittlungs-und Begleitungsprozess zählen und die Fähigkeiten der vermittelten Mitarbeiter:

  • Seilflechter, Guten Morgen Bioladen, Industrie- und Handelskammer, Stadt Braunschweig, Berufsbildende Schule 5, DER GmbH, Biophar, E-Center, IGS Volkmarode, Kindergarten St. Bernward Salzgitter, Brisko, Café Ni-coffee und viele andere.

INFOBLOCK

Menschen mit Behinderungen sollen die Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem inklusiven Arbeitsmarkt frei gewählt oder angenommen wird. Diese zentrale Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention beschreibt nicht nur das Recht von Menschen mit Behinderung auf Arbeit, sondern spricht zugleich die staatliche Pflicht aus, durch geeignete Schritte die Verwirklichung dieses Rechts zu sichern und zu fördern.

Dieser Verpflichtung ist der Gesetzgeber durch das Bundesteilhabegesetz nachgekommen, in dem er unter anderem den Anspruch auf ein „Budget für Arbeit“ verankert hat. Menschen mit Behinderungen, die Anspruch auf Leistungen in einer Werkstatt haben und denen von einem Arbeitgeber ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis angeboten wird, erhalten mit Abschluss eines solchen Arbeitsvertrages ein „Budget für Arbeit“.

Es ermöglicht Menschen mit Beeinträchtigung, ihre Subventionen, die für einen Werkstattplatz bereitgestellt werden, in einem regulären Arbeitsverhältnis zu nutzen.

  • Somit besteht für Unternehmen die Möglichkeit, einen Ausgleich von bis zu 75 Prozent des Bruttolohnes über das Sozialamt zu erhalten.
  • Darüber hinaus unterstützen die Assistenzen der Lebenshilfe Braunschweig.

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Michael Schumann | Leitung Fachdienst Betriebliche Integration
0531 4719 104 | michael.schumann@lebenshilfe-braunschweig.de