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Berufsbildungsbereich

Der Berufsbildungsbereich (BBB) dient der beruflichen Qualifizierung und Weiterentwicklung der Persönlichkeit mit dem Ziel, aktiv am Arbeitsleben der Werkstatt für behinderte Menschen oder des allgemeinen Arbeitsmarktes teilzunehmen. Er kann jedoch auch auf eine weiterführende Bildungsmaßnahme vorbereiten.

In der Regel findet zunächst ein dreimonatiges Eingangsverfahren statt. Die Teilnehmer lernen das Arbeitsleben in der Werkstatt kennen, erproben verschiedene Arbeitstätigkeiten und erhalten Rückmeldung über die eigene Leistungsfähigkeit, um die weitere berufliche Entwicklung gemeinsam mit den Fachkräften zu planen.

Die Maßnahme im Berufsbildungsbereich ist auf zwei Jahre ausgelegt, unterteilt in einen einjährigen Grundkurs und einen einjährigen Aufbaukurs. Hier können alle für den späteren Arbeitsplatz notwendigen Fähigkeiten sowohl in Bezug auf die spezifisch arbeitstechnischen als auch die übergreifend persönlichen Qualifikationen, die so genannten Schlüsselqualifikationen, erlernt werden.

Der Grundkurs findet meist in Kleingruppen mit etwa sechs Teilnehmern statt, angeleitet von Fachkräften für Arbeits- und Berufsförderung (FAB), die sowohl handwerklich-technisch als auch pädagogisch ausgebildet sind. Unterstützung erfahren alle Beteiligten durch sozialpädagogische und psychologische Fachkräfte. Wir bieten vier unterschiedliche Gruppen mit den Schwerpunkten Holz, Metall, Hauswirtschaft sowie Montage/Handwerk an.Der Aufbaukurs dient der Vertiefung, Spezialisierung und Anwendung des Gelernten im Produktionsbereich, weshalb er in Form von Praktika im Arbeitsbereich durchgeführt wird, unter bestimmten Voraussetzungen auch an Arbeitsplätzen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Parallel dazu finden für alle Teilnehmer Kurse zu übergreifenden Themen statt, wie zum Beispiel „Arbeitssicherheit“, „Wie gehe ich mit Konflikten um?“, „Rechte und Pflichten in der Werkstatt“ oder „Mitwirkung im Werkstattrat“. Arbeitsbegleitende Maßnahmen in Sport, Musik und Kunst bieten weitere Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung. Als Ergänzung der beruflichen Bildung besuchen die Teilnehmer in der Regel während der gesamten Zeit eine öffentliche Berufsschule in speziellen Klassen.

Die Maßnahme endet mit einem Abschlussgespräch und der Entscheidung über die weitere Zukunft entweder im Arbeitsbereich, im Förderbereich der Werkstatt oder bei weiterführenden Maßnahmen.

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