Lebenshilfe Braunschweig
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05.05.2019

Forderung: Bundesteilhabegesetz braucht Augenhöhe

Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 05.05.2019

Mit der Umsetzung von Gesamtplanverfahren, Teilhabeplanverfahren, dem neuen Bedarfsfeststellungsverfahren, der Trennung im Wohnen und den neuen Zuständigkeiten für die Eingliederungshilfe werden derzeit viele Weichenstellungen, die sich aus dem Bundesteilhabegesetz ergeben, in Niedersachsen umgesetzt.

Für Menschen mit Behinderungen werden dabei die Grundlagen für die zukünftige Hilfe und Unterstützung gelegt.

Das neue Instrument der Bedarfsermittlung ist dabei das zentrale Element, um zukünftig weiterhin die Unterstützung zu bekommen, die für eine umfassende Teilhabe am Leben in der Gesellschaft auf Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention notwendig ist.

„Menschen mit Behinderungen müssen dabei – unabhängig vom Grad ihrer Beeinträchtigung – auf Augenhöhe beteiligt werden.“, so die Forderung von Landesgeschäftsführer Holger Stolz. Eine Bedarfsfeststellung ohne eine angemessene Einbeziehung widerspricht den Anforderungen nach Personenzentrierung und Beteiligung auf Augenhöhe. Damit dies auch bei Menschen mit schwereren Beeinträchtigungen gelingt, braucht es umfassende Fort- und Weiterbildung zu unterstützter Kommunikation, Leichter Sprache sowie zu Methoden der persönlicheren Zukunftsplanung.

„Das Land und die zuständigen Kommunen müssen sich daher schnell auf ein geeignetes und verbindliches Schulungskonzept verständigen!“, so Landesgeschäftsführer Holger Stolz.

Die Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V. wurde am 13. Oktober 1962 von 10 Orts- und Kreisvereinigungen gegründet. Heute gehören dem Landesverband 113 Mitgliedsorganisationen an. Die Lebenshilfe ist Elternvereinigung, Fachverband und Trägerin von Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung. Der Selbsthilfegedanke hat dabei große Bedeutung. Die Geschäftsstelle des Landesverbandes der Lebenshilfe hat ihren Sitz in Hannover.