Lebenshilfe Braunschweig
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05.05.2022

Forderung nach Schulgeldfreiheit für HEP

Mit einem Aktionstag in ganz Niedersachsen fordert das Bündnis Heilerziehungspflege erneut Schulgeldfreiheit für die Ausbildung als Heilerziehungspfleger:in. Anlass für diese weitere Intervention ist der 5. Mai, an dem zum 31. Mal bundesweit Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen stattfinden. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel!“

Mehr Fachkräfte

"Wir alle wissen und erleben täglich, dass wir noch viel mehr Fachkräfte in der Behindertenhilfe benötigen", erklärt Frank Steinsiek, Geschäftsführer Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen. "Deshalb muss die Ausbildung dieses vielseitigen Berufes attraktiver gestaltet werden. Ohne Ausbildungsvergütung, aber mit Schulgeld an nicht staatlichen Schulen werden es sich immer wenige junge Menschen leisten wollen und können, in die Heilerziehungspflege zu gehen. Immerhin sind die Hälfte aller Heilziehungspflegeschulen in freier Trägerschaft."

Forderungen an die Politik

Das Bündnis HEP setze sich für die Schulgeldfreiheit in der Heilerziehungspflege ein. Trotz jahrelanger Versprechungen, vieler Gespräche mit Politiker:innen und einer groß angelegten Mail-Aktion der Schüler:innen im letzten Jahr, ist sei diese Schulgeldfreiheit wieder aus dem Doppelhaushalt des Landes für 2022 und 2023 gestrichen worden. "Das ist unbegreiflich und auch nicht hinnehmbar!", betont Frank Steinsiek.

Das Bündnis Heilerziehungspflege

  • Caritas in Niedersachsen
  • Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
  • Fachverband diakonischer Schulen in Niedersachsen
  • Landesarbeitsgemeinschaft der Fachschulen Heilerziehungspflege
  • Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V.
  • Paritätischer Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V.
  • Schulstiftung im Bistum Osnabrück

Im Bündnis HEP haben sich Organisationen zusammengefunden, die sich für die Stärkung der Ausbildung als Heilerziehungspfleger:in einsetzen. Laut einer Aufstellung des Kultusministeriums ging die Zahl der Auszubildenden in der Heilerziehungspflege im Zeitraum von 2016 bis 2020 um fast 25 Prozent zurück.

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger sind die Fachkräfte für Menschen mit Beeinträchtigung. Entscheiden sich weniger für diese Ausbildung, fehlen diese für die Verwirklichung des Teilhabeanspruchs von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Text: Bündnis HEP | Elke Franzen
Foto: Landesverband Lebenshilfe Niedersachsen | Lebenshilfe_David Maurer